Dieses Jahr dürfen wir einen ganz besonderen Gast auf der Friedenfelser Berg-Classic begrüßen:
Einen Mercedes 24/100/140 aus dem Jahre 1924. Damals der schnellste Serien-Tourenwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 145km/h.
Mit zugeschaltetem Kompressor kommt der Mercedes auf satte 140 PS.

Mehr Hintergrundinfos:Im Jahr 1923 war Paul Daimler, der Sohn des Gründers Gottlieb und Chefingenieur der Firma, zu Horch gewechselt und an seine Stelle trat Professor Ferdinand Porsche. Wie sein Vorgänger war Porsche ein Verfechter der Kompressoraufladung und er hinterließ bis 1928 als er Daimler-Benz wieder verließ eine Reihe von aufgeladenen Mercedes beginnend mit dem 24/100/140 PS und dem 15/70/100 PS – präsentiert auf der Berlin Automobil Show im Jahr 1924. Dies sind die ersten Zeugnisse einer Legende:

Nach der Fusion von Daimler und Benz im Jahr 1926 wurden die Fahrzeuge in die Typen 400 und 630 umklassifiziert. Im gleichen Jahr wurde erstmals eine „K“ (Kurz) Version mit einem von 3.750 auf 3.400mm reduzierten Radstand angeboten.

Der 630er Sechszylindermotor mit 6,3 Liter Hubraum bringt gewaltige 140 PS mit zugeschaltetem Roots-Lader (durch Drücken des Gaspedals auf den Boden) und in dieser Spezifikation konnte der 630K zu Recht den Anspruch erheben, weltweit der schnellste Serien-Tourenwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 145 km/h zu sein.

Eine noch leistungsstärkere Mercedes-Benz Modell K Sportwagen-Version, manchmal bekannt als der Mercedes-Benz 24/110/160 PS, wurde zwischen 1926 und 1929 angeboten.

Bei dem Mercedes 24/100/140 PS definiert die „24“ die Steuer-PS des Autos, die von den Behörden verwendet wurden, um die Höhe der jährlichen Kraftfahrzeugsteuer zu bestimmen. Die „100“ und die „140“ definierten jeweils die PS ohne und mit dem Kompressor.

Der Mercedes 24/100/140 von 1924 ist somit eines der sehr frühen Exemplare der Fahrzeuggattung, welche in den folgenden Jahren bis 1929 als Mercedes 630K, S, SS, SSK und SSKL weltberühmt wurde.

Wir freuen uns sehr diesen alten Zeitzeugen auf unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.